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Mehr Sicherheit und Förderung für Volksgruppen

Mehr Sicherheit und Förderung für die Volksgruppen: ÖVP-Abg. Agnes Totter bei der Dialogplattform autochthoner Volksgruppen im Parlament im Juni. Foto: Bernadette Sattler-Remling

Politische Entscheidungen sowie Respekt und Dialog sorgen für Sichtbarkeit und Schutz der Volksgruppen. Sie erhalten mehr Sicherheit und Förderung, erklärt dazu Abg. Agnes Totter anlässlich einer Weichenstellung im Nationalrat.

 

Volksgruppen im Verfassungsrang

Die sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich – die burgenlandkroatische, die slowenische, die ungarische, die tschechische, die slowakische sowie jene der Roma – werden im Verfassungsrang abgesichert, entschied der Nationalrat am zweiten Tag des Juli-Plenums.

„Passend zum 50. Jahrestag des Volksgruppengesetzes ist das ein Festtag“, erklärte Abg. Agnes Totter, ÖVP-Volksgruppensprecherin, im Plenum des Nationalrates.

 

Sicherheit durch Gesetz

Vor 50 Jahren wurde ein Meilenstein dafür gesetzt, die Rechte, die Sprache, Kultur und Identität der Volksgruppen umfassend sowie dauerhaft zu schützen. Totter: „Das war der Beginn einer Entwicklung, die bis heute andauert und die heute mit der Änderung des Volksgruppengesetzes und des Gerichtsorganisationsgesetzes eine Fortsetzung findet.“

 

Förderungen erhöht

Für die Volkspartei sind die autochthonen Volksgruppen stets Bereicherung und Teil der Geschichte Österreichs gewesen. „Das zeigt sich auch in unserer Politik. Unter Bundesministerin Susanne Raab wurde die Volksgruppenförderung etwa erstmals seit einem Vierteljahrhundert erhöht und auf acht Millionen Euro verdoppelt. Bundesministerin Claudia Bauer setzt diese Politik fort – mit einem vertieften Dialog zwischen Politik und Volksgruppenvertretungen, einem Recht zur Stellungnahme der Volksgruppen-Beiräte und einem besseren Überblick über Projektförderungen“, hält die ÖVP-Mandatarin fest.

Präsentierten Förderung der Volksgruppen: Ministerinnen Anna Sporrer und Claudia Bauer. Foto: Regina Aigner

Präsentierten Förderung der Volksgruppen: Ministerinnen Anna Sporrer und Claudia Bauer. Foto: Regina Aigner

Sprache weitergeben

Der Stellenwert der Volksgruppen zeigt sich auch im Parlament. So wird im Verfassungsausschuss des Nationalrats ein steter Dialog geführt wird und mit dem Tag der Volksgruppen und Gedenktagen der Austausch auf eine neue Ebene gehoben wurde. Totter: „Wir dürfen zuversichtlich sein, dass wir diese erfolgreiche Entwicklung fortsetzen können. Dazu braucht es aber auch Bildungsangebote zur Weitergabe der Sprache der sechs autochthonen Volksgruppen – vom Kindergarten bis zur Matura. Denn Sprache ist Identität, in ihr leben Geschichte und Kultur weiter.“ Das sichert Bestand und Kultur der Volksgruppen.