Kickl-FPÖ macht im Parlament Stimmung für Entwurmungsmittel

FP-Abgeordneter Hauser spricht im Parlament über Ivermectin. Screenshot: Parlamentsdirektion / Mediathek
FP-Abgeordneter Hauser spricht im Parlament über Ivermectin. Screenshot: Parlamentsdirektion / Mediathek

Freitag rückte der FP-Abgeordnete Gerald Hauser für seinen Parteiobmann aus und setzte in seiner Rede nach wie vor auf Kickls-Pferdeentwurmung anstatt auf die Impfung.

 

Pferdeentwurmung statt Impfung

Freitag zu späterer Stunde im Parlament: behandelt wurden die letzten Tagesordnungspunkte – konkret die TOPs 26 bis 28 „Zuschüsse für Covid-Tests in Betrieben“.

Die letzte Wortmeldung zu diesen Tagesordnungspunkten nutzte FP-Abgeordnete Gerald Hauser um die Wirksamkeit der Impfung als „Fake-Nachricht“ zu bezeichnen und gleichzeitig das Entwurmungsmitttel Ivermectin anzupreisen.

 

FP-Abgeordneter Hauser spricht im Parlament über Ivermectin. Screenshot: Parlamentsdirektion / Mediathek

FP-Abgeordneter Hauser spricht im Parlament über Ivermectin. Screenshot: Parlamentsdirektion / Mediathek

 

Bereits FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte das Entwurmungsmittel Ivermectin gegen Corona angepriesen. Das Mittel ist jedoch laut Gesundheitsexperten ungeeignet, um gegen COVID-19 genutzt zu werden – bei zu hoher Dosierung kann es auch tödlich sein.

 

Warnung vor Ivermectin

„In Österreich ist Ivermectin bei vielen Tierarten für die Anwendung gegen innere und äußere Parasiten zugelassen. Beim Menschen sind Ivermectin-Tabletten unter anderem für die Behandlung von Skabies (Krätzmilben) und Befällen mit parasitären Würmern zugelassen“, heißt es von Seiten des Öffentlichen Gesundheitsportals Österreich.

Weiter sei dort eine Warnung vor Ivermectin zur Behandlung von COVID-19 zu lesen: „Bereits im März warnte das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) vor der Anwendung von Ivermectin zur Behandlung von COVID-19. Die Warnung ist unverändert aufrecht.“

 

Die vollständige Rede kann in der Mediathek des Parlaments abgerufen werden.