Ausblick auf Gastro ohne Sperrstunde

Foto: iStock/ TasfotoNL
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Vor drei Wochen gab es die ersten umfassenden Öffnungen auf dem Weg zur Normalität – die Regierung zieht eine positive Bilanz. Am Donnerstag folgen weitere Öffnungsschritte, wie die Anhebung der Sperrstunde. In drei Wochen, am 1. Juli folgen weitere Lockerungen, in vielen Bereichen gelten dann nur noch die 3G-Regeln: Keine Kapazitätsbeschränkungen mehr, keine Sperrstunden.

 

Die Bilanz

Das Bundesministerium für Tourismus kann nach den ersten Wochen eine positive Eröffnungsbilanz für die österreichische Gastronomie ziehen. Auch von Seiten der Exekutive wurde nur eine Hand voll an Verstößen gemeldet, so das Ministerium.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger erklärt dazu: „Nach drei Wochen Öffnungen sehen wir: Die ersten Öffnungsschritte haben reibungslos funktioniert. Unsere Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Veranstaltungsbetriebe sind bestens vorbereitet. Gäste und Gastgeber halten die Rahmenbedingungen vorbildhaft ein. Alle haben ihren 3G Nachweis griffbereit.“

 

Corona-Infektionen sinken weiter

Während man im April noch zeitweise bei einer 7-Tages Inzidenz von 243 hatte, liegt die Inzidenzzahl – trotz weitreichender Öffnungsschritte – nun bei 27,2, so das Ministerium. In manchen Bundesländern nähert man sich einem einstelligen Wert.

 

Grafik: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Grafik: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

Was ab 10. Juni gilt

Statt dem bisherigen Mindestabstand zwischen Personengruppen von 2m gilt ab Donnerstag nur noch ein Abstand von 1m. Die Kapazitäten indoor werden erhöht, so dürfen an einem Tisch acht Personen statt bislang vier Platz nehmen. Outdoor erhöht sich die Anzahl von 8 auf 18. Beides natürlich zusätzlich Kinder.

Besonders herbeigesehnt wurde auch die Anhebung der Sperrstunde, ab 10. Juni kann dann bis 24:00 im Lokal gesessen werden, statt bisher bis 22:00.

Im Veranstaltungsbereich gibt es ebenfalls Erleichterungen, Indoor sind 1.500 Personen erlaubt, Outdoor 3.000 – mit zugewiesenen Sitzplätzen. Neu wird sein, dass ab Donnerstag dann 75 % Auslastung statt bisher 50 % Auslastung von Veranstaltungsräumlichkeiten erlaubt sein wird.

Für Reisebusse und Proben von Musik oder Chören – auch im Amateurbereich – fallen unter Einhaltung der 3G Regeln die Kapazitätsobergrenze. Für Wellnessbereiche, Thermen und Messen gelten ab 10. Juni Mindestflächen pro Gast von 10qm.

 

Was ab 1. Juli gilt

Der 1. Juli markiert dann einen riesigen Schritt in die Normalität nach Corona. Ab diesem Datum werden in sämtlichen Bereichen keine Mindestabstände, Kapazitätsbeschränkungen oder Sperrstunden mehr gelten. Im Laufe des Sommers endet dann auch das lange Warten auf die Clubs und Bars: Die Nachtgastronomie soll bald wieder aufsperren. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.

Außerdem fallen bei Veranstaltungen die Obergrenzen weg – egal ob sitzend oder stehend. Eine Anzeigepflicht gibt es aber weiterhin, dann ab 100 Personen. Genehmigt müssen Veranstaltungen ab 500 Personen.

 

Selbsttests in Gastro auch weiterhin möglich

Ist es Gästen bei einem kurzfristigen Gastrobesuch nicht möglich, davor eine Teststraße oder eine Apotheke für einen Covid-19-Test aufzusuchen, kann auch weiterhin vor Ort ein Selbsttest durchgeführt werden. Diese Tests stellt der Bund den Gastronomen gratis zur Verfügung. Insgesamt wurden bereits 7,4 Mio. Corona-Tests an die Bundesländer ausgeliefert.

Klar ist laut Bundesregierung: Die Betriebe werden auch in Zukunft so viele Selbsttests bekommen, wie sie benötigen. Daher wird auch jetzt bereits der Bedarf in den Ländern für die insgesamt 3. Lieferung für diese Corona-Tests erhoben.