Projekt Sprungbrett für Langzeitarbeitslose

Foto: BKA/ Andy Wenzel
Foto: BKA/ Andy Wenzel

Weniger Arbeitslose, mehr Schulungsteilnehmer. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen zeichnen ein positives Bild. Seit Beginn des Jahres wurden 175.000 Arbeitslose wieder in Beschäftigung gebracht. Im Wochenvergleich zeigen sich erneut sinkende Zahlen mit 4.600 arbeitslosen Personen weniger. Die Initiative Sprungbrett widmet sich der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit.

 

Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) äußerte sich positiv zu den aktuellen Zahlen: „Die Arbeitsmarktentwicklung der letzten Wochen geht in die richtige Richtung, mit konstant sinkenden Arbeitslosenzahlen seit über drei Monaten.“ Im April des Vorjahres gab es mit 533.000 Arbeitslosen einen Höchststand. Derzeit gibt es 359.000 Arbeitslose in Österreich.

 

Neuer budgetäre Möglichkeiten

Um diesen Trend weiter aufrecht zu erhalten wurden wesentliche Schritte gesetzt um auch Langzeitarbeitslose wieder in die Beschäftigung zu bringen. Dafür wurden beim Aufbau- und Resilienzfonds 277 Mio. Euro für Arbeitsmarktmaßnahmen beantragt. Damit soll für künftige Maßnahmen budgetären Spielraum geschaffen werden.

 

Sprungbrett für Langzeitarbeitslose

Eine wesentliche Maßnahme für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen ist das Programm Sprungbrett. Das Programm läuft seit Beginn des Jahres und kann erste Erfolge vorweisen. Seit Jänner wurden 18.500 Personen über die Eingliederungsoffensive beschäftigt. In das Programm wird nun weiter investiert um 50.000 Langzeitarbeitslose bis Ende des nächsten Jahres wieder in Beschäftigung zu bringen.

 

Das Programm Sprungbrett baut auf drei Säulen auf:

  1. Betriebe werden eingebunden um Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
  2. Beratungs- und Betreuungseinrichtungen ermitteln im Vorfeld passende Arbeitsplätze.
  3. Über die Eingliederungsbeihilfe findet eine Beteiligung an den Lohnkosten statt.

 

Minister Kocher betont zum Projekt Sprungbrett: Um den positiven Trend der Arbeitslosenzahlen weiter fortsetzen zu können, „ist es wichtig den budgetären Spielraum, den uns der Aufbau- und Resilienzfonds eröffnet für Förderung von Personen zu nutzen, die schon länger arbeitslos sind. Mit unserem Programm „SPRUNGBRETT“ arbeiten wir dafür, 50.000 Personen, die derzeit langzeitarbeitslos sind, bis Ende des nächsten Jahrs wieder in Beschäftigung zu bringen.“

 

Insgesamt gibt Österreich bis zu 6,5 Milliarden Euro für den Aufschwung und Arbeitsplätze aus heißt es aus dem Finanzministerium. Darin enthalten sind europäische und nationale Mittel.