Umfragen beweisen: ÖVP geht als klare Nummer 1 in den Sommer

Foto: Parlamentsdirektion / Raimund Appel
Foto: Parlamentsdirektion / Raimund Appel

Die Österreicherinnen und Österreicher vertrauen der Kanzlerpartei ÖVP. Das beweisen die aktuellen Umfragen: Wäre am Sonntag Nationalratswahl würden 34 % Bundeskanzler Sebastian Kurz und die neue Volkspartei wählen. 42 % würden Kurz in einer Direkt-Wahl zum Bundeskanzler wählen. Die Umfragen zeigen auch: Die Angriffe der Opposition auf die Regierung, bestehend aus SPÖ, FPÖ und Neos, werden von den Wählern nicht goutiert. Alle Oppositionsparteien stagnieren auf ihren Werten. Zur-Sache analysiert die aktuellen Sonntags-Fragen im Detail:

 

SPÖ weit abgeschlagen

Weit abgeschlagen liegt die SPÖ mit rund 23 % auf dem zweiten Platz in den Umfragen. Damit ist die Partei weit davon entfernt, wo die rote Parteispitze sich selbst gerne sehen würde. Am Wochenende ist der Parteitag der Sozialdemokraten. Dabei machte die Partei jüngst Schlagzeilen damit, den Zugang zur Staatsbürgerschaft erleichtern zu wollen, was die Mehrheit der Bevölkerung klar ablehnt.

Brisant ist vor dem anstehenden Parteitag, dass laut der Hajek-Umfrage eigentlich nicht Pamela Rendi-Wagner als Parteivorsitzende kandidieren sollte, sondern ihr interner Rivale aus dem Burgenland, Hans Peter Doskozil. Doskozil liegt in der Umfrage in der Kanzler-Direktwahl 6 % vor Rendi-Wagner (26% vs. 20%).

 

Obmannwechsel & rechts-außen Kurs schadet FPÖ

Die FPÖ vollzog nach monatelangem – teils öffentlichem – Ringen einen Obmann-Wechsel von Norbert Hofer auf Herbert Kickl.

Unter Herbert Kickl ist nun ein Rechtsruck der Partei zu erwarten, wie etwa Kickls Auftritte vor Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern zeigten. Zudem näherte sich Kickl etwa auch den rechtsextremen Identitären an. Auf dem letzten Parteitag wurde Kickl mit rund 88 % von seiner eigenen Partei gewählt. Bei ähnlichen Wahlergebnissen für Obmänner anderer Parteien hat die FPÖ in der Vergangenheit immer gleich von einem „Ablaufdatum“ gesprochen.

Wie die aktuellen Umfragen beweisen, zieht der rechts-außen und Anti-Corona-Kurs von Herbert Kickl bei den Wählerinnen und Wählern nicht. So würden laut ÖSTERREICH Umfrage nur 16 % die FPÖ unter Herbert Kickl wählen. Zum Vergleich: Norbert Hofer hätte als Kanzler-Direktkandidat 17 % Zustimmung erhalten, Kickl nur 14 %.

 

Grüne stabil

Die Grünen haben sich als Koalitionspartner der ÖVP in den Umfragen bei rund 12 % stabilisiert. Sie liegen damit leicht unter ihrem Ergebnis bei der Nationalratswahl 2019 (13,9 %). Gleichauf liegt auch Werner Kogler mit 11 % in der Kanzler-Direktfrage.

 

Neos sind Schlusslicht

Die Neos stehen in der ÖSTERREICH Umfrage mit 11 % als Schlusslicht da. Letztes Wochenende wurde am Parteitag Parteichefin Meinl-Reisinger zwar bestätigt, doch die zweite Reihe der Partei wurde komplett umgebaut. Ende dieser Woche gab auch das liberale Urgestein der Neos, Sepp Schellhorn bekannt, die Politik zu verlassen. Damit verliert der liberale „Matthias Strolz“-Flügel der Partei immer mehr an Gewicht.

 

Umfragen ergeben gleiches Bild

Interessant ist auch, dass sowohl die Umfragen von Peter Hajek, ÖSTERREICH und die interne Sommer-Umfrage der Volkspartei zu fast identen Ergebnissen kommen. Zusammengefasst bedeutet das, dass die ÖVP bei rund 34 %, die SPÖ bei 23 %, die FPÖ bei rund 16 %, die Grünen bei rund 12 % und die Neos bei 11 % liegen.

 

42 % für Kanzler-Kurz in Direktwahl

Auch in der Kanzler-Frage ist Bundeskanzler Sebastian Kurz weiterhin an der Spitze. Würden die Österreicherinnen und Österreicher ihren Kanzler direkt wählen, würde Kurz bereits im ersten Wahlgang auf 42 % kommen. Rendi-Wagner liegt in der Kanzlerfrage laut APA/ATV-Umfrage bei 20%, Herbert Kickl (FPÖ) bei 14 %, Neos-Obfrau Beate Meinl-Reisinger bei 13 % und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bei 11 %.

 

Ergebnisse der Sonntagsfragen im Detail:

  • ÖSTERREICH:     ÖVP 34, SPÖ 23, FPÖ 16, Grüne 12, Neos 11
  • Hajek:           ÖVP 34, SPÖ 23, FPÖ 16, Neos 12, Grüne 11
  • Eigene:               ÖVP 34, SPÖ 23,5, FPÖ 17, Grüne 12, Neos 11