„Unser Bargeld bleibt!“

Finanzminister Gernot Blümel spricht sich eindeutig für den Erhalt des Bargeldes aus. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen / iStock fcafotodigital
Finanzminister Gernot Blümel spricht sich eindeutig für den Erhalt des Bargeldes aus. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen / iStock fcafotodigital

Italien will Bargeld-Zahlungen über 1.000 Euro verbieten. Begründet wird dies als Maßnahme gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Finanzminister Gernot Blümel erachtet diese Maßnahme als „illusorisch“ und positioniert sich klar gegen solche Vorhaben.

 

Italien: 1.000 € als Obergrenze

Ab dem 1. Jänner 2022 dürfen Rechnung in Italien ausschließlich bargeldlos beglichen werden. Die italienische Regierung arbeite derzeit an einem „Cashless-Plan“, durch den der digitale Zahlungsverkehr immer stärker in den Vordergrund rücken soll.

Grund für diesen Schritt sei der Kampf gegen die Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung, wird aus Italien begründet.

Einmal mehr spricht sich Finanzminister Gernot Blümel gegen ein solches Vorgehen in Österreich aus, denn „es sei eine Illusion zu glauben, dass die Einschränkung von Bargeld zu weniger krimineller Energie führt“.

 

Kampf gegen Geldwäsche aber Bargeld bleibt

Für den Finanzminster gäbe es ein klares Ja zum Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, „und ein ebenso klares Nein zu Angriffen auf das Bargeld.“

 

 

“Bargeld gibt den Menschen ein Gefühl von Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit. Diese Freiheit wollen wir den Menschen bewahren“, erläutert Blümel.

Die Zahlen bestätigen dabei die Position des Finanzministers: Rund 90 % der Österreicher sprechen sich für den Erhalt des Bargeldes aus, wie auch das Finanzministerium bestätigt.

 

Besteuerung von Kryptowährungen

Es soll zu keiner Kriminalisierung von Privatpersonen kommen, die Bargeld verwenden, betonte man im Finanzministerium.

„In jüngster Zeit ist etwa eine deutliche Risikolage bei virtuellen Währungen zu beobachten. Die Regulierung von Kryptowährungen wäre daher wichtiger als willkürliche Bargeld-Grenzen einzuziehen“, so Blümel abschließend.