Abschiebungen: Verurteilte Afghanen außer Landes gebracht

Foto: iStock.com/ sturti
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Laut Innenministerium wurden in der Nacht auf Mittwoch 15 afghanische Staatsangehörige in ihr Herkunftsland abgeschoben. Davon waren 12 Straftäter. Das entspricht 80 % der Abgeschobenen!

 

Abschiebungen

Im Zuge einer FRONTEX-Charteroperation wurden am Mittwoch insgesamt 29 afghanische Staatsangehörige in Kabul (Afghanistan) an die Behörden übergeben. Davon wurden 15 aus Österreich abgeschoben, 8 aus Schweden, 3 aus Ungarn, 2 aus Rumänien sowie eine Person aus Bulgarien.

Bei allen aus Österreich abtransportierten Personen wurde ein Asylverfahren negativ abgeschlossen und eventuell drohende Gefahren bei einer Rückkehr nach Afghanistan geprüft.

Foto: BKA/ Dragan Tatic

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Straftraten

Die rund 26 Delikte, die bei den 12 Straftätern festgestellt wurden, umfassen etwa schweren Raub, schweren Diebstahl, schwere Körperverletzung sowie sexuelle Belästigung und Suchtmitteldelikte.

„Wer straffällig geworden ist und sich nicht an die Regeln in unserem Land gehalten hat, kann nicht hier bleiben. Die Abschiebung von 12 verurteilten Straftätern nach Afghanistan heute Nacht zeigt einmal mehr dass es absolut keine Toleranz für Straffällige gibt“, betont Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)

 

Asyl-Demo versperrte A4

Eine Großkundgebung gegen die Abschiebungen der Afghanen führte am Dienstag zu einer Teilsperre der A4 sowie der B9. Insgesamt gab es 76 Verhaftungen. VP-Innenminister Nehammer kritisiert diese Asyl-Demos scharf: „Die Demonstrantinnen und Demonstranten, die die A4 blockiert haben, haben durch diese gefährliche Aktion ein massives Sicherheitsrisiko für den Autobahnverkehr ausgelöst. Diese Aktion war verantwortungslos und grob fahrlässig!“