Die Antwort auf Cybermobbing: Gemeinsam für mehr Sicherheit im Internet

Einsatz für ein sicheres Internet: Staatsekretärin für Jugend Claudia Plakolm und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck. Foto: BKA / Andy Wenzel & Arno Melicharek / iStock Henrik5000
Einsatz für ein sicheres Internet: Staatsekretärin für Jugend Claudia Plakolm und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck. Foto: BKA / Andy Wenzel & Arno Melicharek / iStock Henrik5000

„Together for a better Internet“ ist das Motto des diesjährigen internationalen Safer Internet Days am 8. Februar, der bereits zum 19. Mal stattfindet. Einer der Schwerpunkte des diesjährigen Aktionstages sind neben Cybermobbings die Schönheitsideale im Internet.

 

Safer Internet Day

Der Safer Internet Day, welcher jährlich am 8. Februar stattfindet, soll durch Bewusstseinsbildung das Internet vor allem für Kinder und Jugendliche zu einem besseren Ort machen. Heuer steht Safer Internet Day unter dem Motto „Together for a better Internet“. Der Aktionstag wurde auf Initiative der Europäischen Kommission gestartet, beteiligt sind mittlerweile mehr als 100 Länder.

Eine wesentliche Komponente von digitaler Kompetenz sei der sichere Umgang mit Online-Medien, erläuterte Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck in einer Aussendung. „Mit dem Portal onlinesicherheit.gv.at trägt das Digitalisierungsministerium wesentlich zur Sicherheit im Internet bei“, so Schramböck.

Auf dem Portal onlinesicherheit.gv.at werden unter anderem mobile Bezahlmethoden erklärt und der sichere Umgang mit diesen beschrieben.

 

Schwerpunkt: Schönheitsideale im Internet

Einer der Schwerpunkte des diesjährigen Aktionstages sind die Schönheitsideale im Internet. Soziale Medien würden durch Bildbearbeitungsprogramme und Filtern ein verzerrtes Bild von Schönheitsidealen erzeugen, welche häufig zu Selbstzweifel und Gesundheitsproblemen bei jungen Menschen führe.

Barbara Buchegger von saferinternet.at spricht in einer Pressekonferenz mit Staatsekretärin für Jugend Claudia Plakolm unter anderem darüber, dass viele Junge Menschen gerade online die Grenze zwischen Spaß und Ernst nicht erkennen würden. Saferinternet beschäftigt sich daher mit Privatsphäre, Gewaltinhalten, Fake-News, exzessiver Internetnutzung und Cyber-Mobbing.

Weitere Schwerpunkte bilden dieses Jahr die Internetsicherheit und Medienkompetenz, die sichere Nutzung von TikTok und die erste Hilfe bei Cybermobbing.

 

Mobbing vermehrt online

„Wir haben mehr Zeit vor den Bildschirmen verbracht, dadurch hat sich auch Mobbing von Offline zu Online verschoben“, erläuterte Staatsekretärin für Jugend Claudia Plakolm in einer Pressekonferenz.

Aufklären, Hinschauen und Hilfe anbieten – diese drei Punkte sind für Plakolm wesentlich, wenn es darum geht, gegen Cybermobbing vorzugehen.

 

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

 

Gesetzespaket Hass im Netz

Bereits vergangenes Jahr setzte die Bundesregierung mit dem Gesetzespaket gegen Hass im Netz ein deutliches Signal gegen Übergriffe im Internet. Durch dieses Gesetzespaket seien insbesondere Frauen und Mädchen vor Herabwürdigungen, Beschimpfungen und Drohungen im Internet geschützt, wie Frauenministerin Susanne Raab betont: „Durch die Pandemie hat sich unser Leben noch stärker in den virtuellen Raum verlagert. Mit der intensivierten Nutzung von sozialen Medien haben die Fälle von Hass im Netz und Online-Gewalt eine neue Dimension erreicht, vor allem Frauen und Mädchen sind Opfer.“

Ein wesentlicher Bestandteil des Gesetzespakets ist beispielsweise der neue Straftatbestand gegen das sogenannte Upskirting – das heimliche Fotografieren oder Filmen unter den Rock oder in den Ausschnitt einer Person. „Täterinnen und Tätern fällt es in der scheinbaren Anonymität des Internet leicht, andere zu beleidigen, bloßzustellen, zu belästigen oder zu bedrohen.  Aber das Internet ist kein rechtsfreier Raum, und Gewalt im Netz ist genauso zu bestrafen wie in der realen Welt“, so Raab.

 

Aktionsmonat Februar

In Österreich rufen die Initiative Saferinternet.at, das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie das Bundeskanzleramt dazu auf, sich an dem Aktionstag zu beteiligen – etwa durch die Schulung in Medienkompetenz, Workshops oder andere Aktivitäten.

Den ganzen Februar über können Schulen und Jugendorganisationen ihre Projekte unter dem Hashtag #SID2022AT auf ihrem Facebook-, Instagram- oder Twitterkanal posten – unter allen teilnehmenden Einrichtungen werden Preise wie etwa Saferinternet.at-Workshops verlost.

„Der Februar steht ganz im Zeichen des Safer Internet Day und daher bieten wir auf unserem Portal wertvolle Tipps und Informationen an“, so Schramböck abschließend.