Innenpolitik
Pröll fordert Ramadan-Verbot für Kinder unter 14 Jahren
Nach dem Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige macht Staatssekretär Alexander Pröll nun den nächsten Vorstoß für mehr Kinderschutz. In der Sonntags- und Onlineausgabe der Kronenzeitung bringt Pröll ein Verbot des Ramadan für Kinder, ebenfalls unter 14 Jahren, ins Spiel.
Ramadan als wachsende Problematik an Schulen
„Eigentlich müsste man auch das Ramadan-Fasten für Kinder unter 14 Jahren verbieten“, wird Pröll in der Krone zitiert. Hintergrund ist die wachsende Problematik an österreichischen Schulen: Viele muslimische Kinder würden laut Pröll unter religiösem und familiärem Druck zum Fasten gebracht, mit teils gravierenden Folgen für Gesundheit und Bildungserfolg. Dehydrierung, Übermüdung durch das späte Fastenbrechen am Abend, Konzentrations- und Lernstörungen sowie Kreislaufprobleme bis hin zu Ohnmacht seien die Folge. Etliche Kinder ließen sich zudem vom Turn- und Schwimmunterricht entschuldigen. An österreichischen Schulen sind rund 120.000 bis 145.000 muslimische Kinder unter 14 Jahren. Die Zahl der Betroffenen ist erheblich.

Lässt in den Kronenzeitung aufhorchen. Staatssekretär Alexander Pröll bringt ein Ramadan-Verbot für Kinder an Schulen ins Spiel. Foto: Screenshot Zur-Sache/krone.at
Pröll: Social-Media-Verbot soll Anfang 2027 kommen
Zum Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren skizzierte Pröll im Krone-Gespräch den weiteren Fahrplan: Ende Juni soll die Begutachtungsphase starten, die über den Sommer läuft und parallel mit der Europäischen Kommission abgestimmt wird. Die Beschlussfassung ist für Herbst vorgesehen, angestrebt wird ein Inkrafttreten mit Anfang 2027. „Der Social-Media-Konsum wirkt sich auf die Psyche und Konzentrationsschwäche aus. Kinder haben noch keine Werkzeuge, das einzuordnen. Deshalb braucht es ein Social Media Verbot“, so Pröll, der auf Zahlen verwies, die klar zeigen, dass Social-Media einen starken Einfluss auf Kinder hat.





