Matura als Chance sich zu beweisen

Staatsekretärin für Jugend Claudia Plakolm zu Gast in der ZIB2. Foto: BKA / Arno Melicharek
Staatsekretärin für Jugend Claudia Plakolm zu Gast in der ZIB2. Foto: BKA / Arno Melicharek

Eine Frage, die viele Schülerinnen und Schüler derzeit beschäftigt, lautet: wie erfolgt heuer die Matura? Staatsekretärin Claudia Plakolm war Sonntag zu Gast im ZIB2-Studio des ORF und sprach sich für die mündliche Matura aus: „Jungen Menschen kann man auch etwas zutrauen!“

 

Planungssicherheit

Die mündliche Matura wird heuer stattfinden. Da sie voriges Jahr nicht die Regel war, fragen viele Schülerinnen und Schüler fragen, warum. Dazu war Staatsekretärin für Jugend im Bundeskanzleramt, Claudia Plakolm, in der ZIB2 zu Gast bei Moderator Martin Thür.

Die letzten Jahre seien nicht einfach gewesen, vor allem für junge Menschen, so Staatsekretärin Claudia Plakolm, dennoch könne man „jungen Menschen einiges zutrauen“, erklärte Plakolm.

Die Matura sei einer der großen Tage im Leben eines jungen Menschen, an denen man zeigen könne, worin die eigenen Stärken liegen und welches Wissen in der schulischen Laufbahn erworben worden sei, erklärte Plakolm weiter.

 

Schritt zurück in die Normalität

Angesprochen wurde Plakolm auf den Umstand, dass der ehemalige Bildungsminister Heinz Faßmann die mündliche Matura voriges Jahr freigestellt habe und diese nun wieder verpflichtend sei. Dazu meinte die Staatssekretärin, dass die zurückliegenden zwei Schuljahre zwar nicht mit der Zeit vor Corona verglichen werden können, man jetzt aber wieder „einen Schritt in Richtung Normalität wagen muss“.

„Wir geben den jungen Menschen auch wieder die Chance, sich zu beweisen“, so die Staatsekretärin.

 

Verhindern einer „Zwei-Klassen-Matura“

Die Matura sei ein Meilenstein im Leben jeder Schülerin und jedes Schülers, betonte Bildungsminister Martin Polaschek in einem Video. Insbesondere die mündliche Matura sei wichtig für die persönliche Entwicklung, erläuterte der Bildungsminister.

 

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Darüber hinaus, so der Bildungsminister, würde eine „Zwei-Klassen-Matura“ verhindert werden. Wer dann auf Jobsuche sei, würde später nicht damit konfrontiert werden, dass eine Matura ohne mündliche Prüfung „weniger wert“ sei. Mit der mündlichen Matura käme zwar kurzfristig eine Herausforderung hinzu, räumte Polaschek ein, aber „langfristig wird vieles einfacher“.

Staatsekretärin Plakolm argumentiert weiter, dass auch die Lehrabschlussprüfungen in den letzten zwei Jahren keinesfalls erleichtert worden seien. Lehrlinge hätten sogar sich sogar dafür ausgesprochen, ihre Prüfungen sollen normal abgehalten werden. „Im Berufsleben oder im Studium gibt es auch keine Erleichterungen, und darauf soll die Matura schließlich vorbereiten“, so Plakolm.

Zu den „Schulstreiks“ in der vergangene Woche erklärte Plakolm, dass Jugendbeteiligung – egal zu welchem Thema – zu begrüßen sei.Von insgesamt 2.500 gewählten Schülervertreterinnen und Schülervertretern haben jedoch nur 100 zu den Schulstreiks aufgerufen.

Das gesamte Interview von Staatsekretärin Claudia Plakolm kann in der ORF-Tvthek nachgesehen werden.