So beweist und sichert Österreich die Wasserqualität

Seit 30 Jahren ist das Gewässergütemonitoring die Grundlage für den Gewässer- und Umweltschutz in Österreich. Foto: BMLRT / Paul Gruber
Seit 30 Jahren ist das Gewässergütemonitoring die Grundlage für den Gewässer- und Umweltschutz in Österreich. Foto: BMLRT / Paul Gruber

Das österreichische Gewässergütemonitoring erhebt jährlich den Zustand der heimischen Gewässer. Ziel der Bestrebungen ist immer, Grundwasser in ausreichender Menge und Qualität für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen, denn die Flüsse, Bäche und Seen sollen in einem möglichst naturnahen Zustand als Lebens- und Erholungsraum dienen. Das Gewässergütemonitoring feiert mittlerweile sein 30-Jähriges Bestehen und bestätigt heuer einmal mehr die hohe Qualität der heimischen Gewässer.

 

30 Jahre Gewässergütemonitoring

„Seit 30 Jahren ist das Gewässergütemonitoring die Grundlage für den Gewässer- und Umweltschutz in Österreich. Durch dieses Erfolgsprojekt wurden in drei Jahrzehnten rund 20 Millionen Messdaten erhoben, die eine gute Wasserqualität in Österreich belegen“, betont Bundesministerin Elisabeth Köstinger anlässlich des Jubiläums und unterstreicht die bewährte Kooperation des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLR https://info.bmlrt.gv.at/) mit allen Bundesländern und dem Umweltbundesamt.

 

Das österreichische Gewässergütemonitoring erhebt jährlich den Zustand der heimischen Gewässer. Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Das österreichische Gewässergütemonitoring erhebt jährlich den Zustand der heimischen Gewässer. Foto: BMLRT / Alexander Haiden

 

Das Gewässergütemonitoring ist ein lebendiges System, dessen Anfänge bis in die 1960er Jahre zurückreichen und das seit 30 Jahren bundesweit in einheitlichen Regeln organisiert wird. Durch das System werden laufend detaillierte Informationen über die Zustände der Gewässer und Rückschlüsse auf den Lebensraum Wasser gezogen. Das erfolgreiche Monitoring-Programm liefert dazu die wichtigen Informationen“, so Köstinger. So kann rasch erkannt werden, ob Verbesserungsmaßnahmen notwendig seien.

 

Über 2.700 Messstellen

Ausgangspunkt für die nachhaltige Gestaltung der Wasserwirtschaft ist eine genaue Datenlage. Um die Informationen zu liefern, bedarf das Gewässergütemonitoring eine Reihe an Messstellen. Die Untersuchungen werden an 700 Messtellen an Flüssen, 33 Messstellen an Seen und rund 2.000 Grundwasser-Messtellen durchgeführt. Darüber hinaus wurden bei den biologischen Erhebungen in Flüssen zwischen 2007 und 2022 rund 3.000 Fischuntersuchungen durchgeführt. In Summe wurden die Untersuchungen auf bis zu 850 Substanzen an Flüssen und Seen durchgeführt, im Grundwasser waren es bis zu 700 Substanzen.

 

Um die Informationen zu liefern, bedarf das Gewässergütemonitoring eine Reihe an Messstellen. Foto: BMLRT / Alexander Haiden

Um die Informationen zu liefern, bedarf das Gewässergütemonitoring eine Reihe an Messstellen. Foto: BMLRT / Alexander Haiden

 

Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan

Das Monitoring liefert die wesentlichen Grundlagen für die wasserwirtschaftliche Planung und ist ein fester Bestandteil des jeweiligen Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans (NGP). Dieser ist ein Planungsinstrument zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der heimischen Gewässer. Der nationale Gewässerbewirtschaftungsplan wird alle sechs Jahre erstellt und veröffentlicht. Der Entwurf des NGP 2021 wurde im März vergangenen Jahres auf der Webseite des BMLRT (Der nationale Gewässerbewirtschaftungsplan wird alle sechs Jahre erstellt und veröffentlicht.) veröffentlicht.

Der Jubiläumsbericht des Gewässergütemonitorings kann auf der Webseite des BMLRT nachgelesen werden.