Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck zeigt sich erfreut über den Aufwärtstrend bei Lehrlingen. Foto: BKA / Florian Schrötter

Die Lehre ist 2022 weiter hoch im Kurs: gegenüber dem Vorjahr zeigt sich ein Plus von 6,8 Prozent Zuwachs bei Lehranfängerinnen und Lehranfängern in Unternehmen. Zur-Sache hat den Überblick, wie Lehrlinge 2022 weiter gefördert werden.

 

Zuwächse in allen Bundesländern

Gegenüber dem Vorjahr sind in allen Bundesländern Zuwächse in den Lehrlingszahlen zu verzeichnen. Besonders starke Zuwächse konnten im Tourismus und Freizeitwirtschaft, Information und Consulting sowie im Transport und Verkehr verbucht werden. Einen Rückgang an Lehrlingen gab es nur in der Branche der Banken und der Versicherungen.

Der positive Lehrlingstrend zeigte sich dabei in allen neun Bundesländern. Die Spitze der Lehranfänger führte die Steiermark mit 12,1 Prozent, gefolgt von den Bundesländern Burgenland, Kärnten und Niederösterreich jeweils mit 9,3 Prozent. Schlusslicht bildete Vorarlberg mit einem Plus von 2,5 Prozent.

„Wir sehen bereits seit fünf Monaten eine positive Entwicklung am Lehrstellenmarkt, das setzt sich auch im neuen Jahr fort. Nach zwei schwierigen Pandemie-Jahren haben wir das tiefe Tal durchschritten“, zeigte sich Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck erfreut über die Lehrlingszahlen. Für sie sei es wichtig, jetzt nicht locker zu lassen: „Die Begutachtung für ein neues Lehrberufspaket hat vor kurzem geendet, damit steht einem Start in moderne und neue Lehrberufe mit kommendem Ausbildungsjahr nichts mehr im Weg.“

 

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Lehrlingsförderungen:

Im kommenden Jahr stünden wieder rund 240 Millionen Euro für die betriebliche Lehrstellenförderung bereit:

 

Finanzielle Unterstützung:

Für die Teilnahme an Ausbildungsverbundmaßnahmen zur fachlichen Vertiefung, Vermittlung persönlicher Schlüsselqualifikation oder für neue Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung zur Verfügung.

 

Unterstützung bei Lehrabschlussprüfung:

Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung werden mit 5 Millionen Euro gefördert.

 

Digi-Check für Lehrlinge:

Um Corona-bedingte versäumte Ausbildungsinhalte – insbesondere zu Digitalisierung – steht der Digi-Scheck für Lehrlinge zur Verfügung. Pro Lehrling stehen dieses Jahr bis zu 1.500 Euro zur Verfügung. Gefördert können bis zu drei Kurse mit jeweils 500 Euro werden.

 

Lehrlingscoaching:

Für das Lehrlingscoaching-Programm „Lehre statt Leere“ stehen 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm unterstützt künftig bei Übernahme aus der betrieblichen Ausbildung, beim Onboarding und bei der Nutzung neuer Medien. Unter „Onboarding“ wird im Personalmanagement der Prozess verstanden, mit dem sich neue Mitarbeiter vom ersten Tag an im Betrieb wohlfühlen sollen.

 

Lehre goes digital:

In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich werden speziell für Lehrlinge neue Lehrvideos und Lernmitteln für die digitalen Plattformen des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung entwickelt. „Dieses Geld fließt eins zu eins in die Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Wir wollen unsere Lehrlinge nicht nur gut durch die Lehre bringen, sondern sie bestmöglich ausbilden“, erläuterte Schramböck.

 

„Die Lehre leistet einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Dafür braucht es aber auch die entsprechende Unterstützung und die Entwicklung weiterer neuer Lehrberufe“, so Schramböck abschließend.