Österreich gedenkt der Holocaust-Opfer

#WeRemember - Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Foto: Parlamentsdirektion / Michael Buchner
#WeRemember - Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Foto: Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Österreich gedenkt der Opfer des Holocaust. „Learn from the past. Protect the future“ wird auf die Fassade der Hofburg projeziert. Der 27. Jänner wurde als der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust eingeführt. Der 27. Jänner wurde gewählt, da an diesem Tag im Jahr 1945 das Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau befreit wurde.

 

Gedenken an die Opfer des Holocaust

Die Bundesregierung und das Parlament gedenken am 27. Jänner mittels der Aktion #WeRemember an die Millionen Opfer des Holocaust. „Die Zeit des grausamen NS-Terrorregimes zählt zu den dunkelsten Kapiteln der österreichischen und europäischen Geschichte. Wir werden weiterhin gegen jede Form von Antisemitismus kämpfen – denn Hass hat in unserer Gesellschaft keinen Platz“, betont Bundeskanzler Karl Nehammer.

 

 

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

 

Regierung mit Israels Außenminister in Mauthausen

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktag haben Israels Außenminister Yair Lapid, Bundeskanzler Karl Nehammer, Außenminister Alexander Schallenberg, Innenminister Gerhard Karner und Oö. Landeshauptmann Thomas Stelzer in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen einen Kranz für die NS-Opfer niedergelegt.

Für Außenminister Lapid war es ein sehr persönliches Gedenken, denn sein Großvater Bela Lampel ist in Mauthause zu Tode gekommen. Nehammer entschuldigte sich für Österreich dafür und versprach, das jüdische Leben im Land zu unterstützen.

 

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

 

Es ist unsere historische Verantwortung und unser Auftrag, zu erinnern und zu sensibilisieren, um Antisemitismus und Extremismus gemeinsam entgegenzutreten“, schreibt etwa Arbeitsminister Martin Kocher.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

 

„Nie wieder vergessen“, dass sei das heurige Motto, erklärte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

 

Parlament beteiligt sich mit #WeRemember

Auf Initiative von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka werden in diesem Jahr erstmals alle nationalen Parlamente der EU-Mitgliedstaaten sowie das Europäische Parlament an der Kampagne teilnehmen. Die Fassade des Parlaments in der Hofburg am Josefsplatz wird dafür bis 28. Jänner mit dem Schriftzug „#WeRemember“ bestrahlt.

Vizepräsident des World Jewish Kongress Maram Stern, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka gedenken an die Opfer des Holocaust. Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

Vizepräsident des World Jewish Kongress Maram Stern, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka gedenken an die Opfer des Holocaust. Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

 

Vor Beginn der 139. Nationalratssitzung im Parlament gedachten alle Abgeordneten mit der Aktion #WeRemember an die Opfer des Holocaust.

Gedenkaktion #WeRemember vor Beginn der 139. Nationalratssitzung mit allen Abgeordneten. Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

Gedenkaktion #WeRemember vor Beginn der 139. Nationalratssitzung mit allen Abgeordneten. Foto: Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

 

Erklärung zur Verantwortung

Anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz lud die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) zu einem gemeinsamen Gedenken. Ehrengast war Israels Außenminister Yair Lapid, geladen waren Vertreter der Republik, die Staats- und Regierungsspitze, Parlamentsparteien und Volksgruppenverteter der Sinti und Roma. Die Gedenkzeremonie wurde in der Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte im Wiener Ostarrichipark abgehalten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verabschiedeten untenstehende Erklärung unisono, wie die IKG in einer Aussendung informierte. Hier der Text:

Gemeinsame Erklärung, am 27. Jänner 2022

„Heute vor 77 Jahren befreiten Soldaten der sowjetischen Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Mehr als eine Million Menschen hatten die Nationalsozialisten dort ermordet. Doch der Holocaust, die Shoah, der Porajmos, waren damit noch nicht beendet. Das Morden ging weiter. Auch auf österreichischem Boden, etwa im Konzentrationslager Mauthausen.

Im Rahmen der Initiative #WeRemember gedenken wir aller Opfer, die aus antisemitischen, rassistischen, homophoben, politischen und anderen Gründen verfolgt, gequält und ermordet wurden. Aus der Erinnerung erwächst die Verantwortung, uns immerwährend und aktiv gegen Antisemitismus, Romafeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit und jegliche Form der Diskriminierung zu stellen. Dies ist ein Auftrag an die gesamte Republik Österreich; an alle Menschen, die hier leben.

Wir alle sind gefordert, Zivilcourage zu zeigen, zu widersprechen, wenn antisemitische, romafeindliche oder fremdenfeindliche Worte fallen. So nehmen wir die Verantwortung, die sich aus dem Gedenken ableitet, tatsächlich wahr; im Interesse einer lebendigen und vielfältigen Demokratie und aller nachkommenden Generationen.“

 

Unterzeichnet wurde die Erklärung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundeskanzler Karl Nehammer, Vizekanzler Werner Kogler, Bundesministerin Karoline Edtstadler, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner, stv. Klubobmann Nikolaus Scherak, Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma und Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft Österreich und IKG Wien.