Wien ist erneut anders

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bleibt weiterhin bei "2G". Foto: michael-ludwig.wien / iStock Heiko119
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bleibt weiterhin bei "2G". Foto: michael-ludwig.wien / iStock Heiko119

Die Bundesregierung gab am Mittwoch umfangreiche Lockerungsschritte der Corona-Maßnahmen bekannt. Doch ein Bundesland wehrt sich: Wien. Während ab dem 19. Februar überall von 2 auf 3G gelockert wird, bleibt Wien nach wie vor bei 2G.

 

Nichts Neues in Wien

Während die Bundesregierung bereits ankündigte ab 19. Februar von 2G (geimpft oder genesen) auf 3G zu lockern (geimpft, genesen oder getestet), so bleibt Wien beharrlich bei einer 2G-Regel. „Dort wo keine Maske getragen werden kann, wie in der Gastronomie, werden wir weiterhin 2G beibehalten“, verkündete Wiens Bürgermeister Michael Ludwig kurz nach der Pressekonferenz der Bundesregierung.

Darüber hinaus kündigte Ludwig an, die Nachtgastronomie zu öffnen, jedoch könne er sich eine 2G oder gar 2G+ (geimpft, genesen und getestet) vorstellen.

 

Das alte Spiel

Es ist nichts neues: Während der Bund Lockerungen verkündet, tritt innerhalb kürzester Zeit Wiens Bürgermeister auf den Plan und verkauft der Wiener Bevölkerung Einschränkungen als „Vorsichtsmaßnahme“. Diesmal konnte es ihm nicht schnell genug gehen. Während im Kanzleramt noch die Pressekonferenz der Bundesregierung voll im Gang war, trat Ludwig wenige hundert Meter weiter im Rathaus vor die Medien.

So war es bereits Anfang Februar: Während die Bundesregierung die Sperrstunde von 22 Uhr auf Mitternacht verlegte und mit 12. Februar die 2G-Verpflichtung im Handel aufgehoben hat, wollte Ludwig einen Sonderweg gehen, der im fast einen Streit mit dem kleinen Koalitionspartner in Wien eingebracht hat, schwenkte jedoch in letzter Minute doch noch auf die Bundeslinie um, Zur-Sache berichtete.

Man kennt es also – nichts neues für die Wiener Bevölkerung also. Sie muss sich weiter gedulden.