Am Donnerstag tagt die europäische Integrationskonferenz in Wien. Das Hauptthema wird der Umgang mit ukrainischen Vertriebenen sein. Foto: iStock / artJazz

Am Donnerstag findet in Wien auf Einladung von Integrationsministerin Susanne Raab eine Integrationskonferenz statt, an der zahlreiche Vertreter aus europäischer Ländern teilnehmen. Das Hauptthema dieser Konferenz ist die Integration ukrainischer Vertriebener. Schon am Dienstag hatte die Ministerin angekündigt, die im Integrationsbericht 2022 aufgebrachten Themen mit ihren Amtskollegen besprechen zu wollen (Zur-Sache berichtete). 

 

Zusammenarbeit gefragt

Genau fünf Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges findet die Integrationskonferenz in Wien statt. Geladen sind alle Minister, sowie Staatssekretäre der Ressorts Integration und Migration Europas. Zusätzlich zu den Regierungsvertretern von mehr als 25 EU-Ländern werden auch Experten der OECD und dem International Center for Migration Policy Development (ICMPD) anwesend sein. „Der furchtbare Angriffskrieg Russlands hat Millionen Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Großteils wurden Frauen und Kinder vertrieben und Europa leistet seit Beginn des Kriegs im Sinne der Nachbarschaftshilfe sehr viel. Die Rückkehrperspektive der Menschen ist ungewiss, daher arbeiten alle Länder an Maßnahmen des raschen Spracherwerbs, der Integration in das Bildungssystem und den Arbeitsmarkt“, so Raab vor Beginn der Konferenz.

 

Straffes Programm

Am Programm stehen am Donnerstag in mehreren Working Sessions vor allem Zukunftsthemen. Unter anderem auch die Frage nach den hohen Asylzahlen aus anderen Ländern als der Ukraine. Es sollen Pläne und Systeme erarbeitet werden, die es den Integrationssystemen erlauben resilient zu bleiben. Ebenso wird zurückgeblickt, wie gut die bisher vertriebenen Ukrainer sich in Europa integriert haben und welche zukünftigen Herausforderungen auf Europa zukommen. „Bei der Integrationskonferenz diese Woche tausche ich mich mit meinen europäischen Amtskolleginnen und Amtskollegen darüber aus, welche Parallelen es zwischen den Ländern und auch welche Möglichkeiten der zusätzlichen Zusammenarbeit es gibt, um dieser Herausforderung zu begegnen“, so Integrationsministerin Raab.