Innenpolitik

Budget 2023: Nationalrat im Zeichen von Milliarden

Es geht um viel Geld im November-Plenum des Nationalrats. Das Budget 2023 mit über 100 Milliarden Euro Volumen wird drei Tage lang diskutiert. Foto: istock/OlegGr

Diese Woche wird im Nationalrat das Bundesbudget 2023 sowie das Bundesfinanzrahmengesetz 2023-2026 zuerst debattiert und dann beschlossen. Die sogenannte „Budgetwoche“ bildet im Jahreskalender des Nationalrates den Höhepunkt. Immerhin geht es um Beschlüsse jenseits der 100 Milliarden Euro.

 

Budgetmarathon

Von Dienstag bis Donnerstagabend wird in drei Tagen ein wahrer Budgetmarathon hingelegt, wenn sich die 183 Abgeordneten zur jährlichen Budgetdebatte in Wien treffen. Nachdem Finanzminister Magnus Brunner im Oktoberplenum in seiner Budgetrede das Budget 2023 sowie den Bundesfinanzrahmen bis 2026 präsentierte, wurde in der vergangenen Woche jede Budgetuntergruppe von den Abgeordneten mit den jeweiligen Fachministern im Budgetausschuss bis ins Detail behandelt. Nun erfolgt in den kommenden drei Tagen die Debatte samt Abstimmung zu allen Budgetpunkten .

 

Einnahmen und Ausgaben steigen

Insgesamt 27 Stunden Plenardebatte sind für die Budgetberatungen vorgesehen, ehe der Jahreshaushalt für das kommende Jahr sowie die mittelfristige Budgetplanung für die kommenden drei Jahre am Donnerstagabend beschlossen werden.

Insgesamt stehen mit dem Bundesbudget 2023 über 100 Milliarden zur Diskussion.

Der Budgetentwurf sieht für kommendes Jahr Ausgaben in Höhe von 115 Milliarden Euro vor. Das entspricht einer Steigerung von 7,6 Milliarden Euro gegenüber dem Budget 2022.

Einnahmenseitig rechnet das Finanzministerium kommendes Jahr mit 98,1 Milliarden Euro, was einen Anstieg von 13,7 Milliarden Euro zu 2022 bedeutet.

Bis 2026 ist ein weiterer Anstieg der Auszahlungen um 58,4 Milliarden Euro geplant, die zu einem Großteil für Anti-Teuerungsmaßnahmen und Entlastungen vorgesehen sind.

 

Für Wöginger Entlastung in “außergewöhnlichen Zeiten”

Bereits in seiner Budgetrede erklärte Finanzminister Magnus Brunner zu den Umständen und Herausforderungen der Budgeterstellung, dass sich die Politik nicht aussuchen könne, mit welchen Herausforderungen man konfrontiert werde. “Was wir aber sehr wohl beeinflussen können, ist, wie wir als Gesellschaft, als Standort und als Staat mit Krisen umgehen und wie wir aus diesen Extremsituationen hervorgehen. Mein Anspruch ist, dass Österreich nicht nur gut durch diese schwierigen Zeiten kommt, sondern daran wächst“, so der Finanzminister im Oktober vor dem Nationalrat.

ÖVP-Klubobmann August Wöginger zeigte sich schon bei der Budgetpräsentation überzeugt davon, dass mit dem Budget im kommenden Jahr die richtigen Schwerpunkte gesetzt werden. Für Wöginger werden die Menschen und Unternehmen in „außergewöhnlichen Zeiten entlastet“.

Information zu den Leistungen für Haushalte und Unternehmen unter: Sicherheit und Entlastung – Die Maßnahmenpakete im Überblick

 

Es geht um viel Geld im November-Plenum des Nationalrats. Das Budget 2023 mit über 100 Milliarden Euro Volumen wird drei Tage lang diskutiert. Foto: istock/OlegGr
Es geht um viel Geld im November-Plenum des Nationalrats. Das Budget 2023 mit über 100 Milliarden Euro Volumen wird drei Tage lang diskutiert. Foto: istock/OlegGr
Die Dürrehilfen sind beschlossen, Kritik an der FPÖ bleibt. Foto: Alexander Haiden, BMLUK

Dürrehilfen beschlossen – Kritik an FPÖ

Die Unternehmen suchen Mitarbeiter. Die Aktivpension schafft einen Anreiz, in der Regelpension noch erwerbstätig zu sein, erklärte ÖVP-Sozialsprecher August Wögigner im Nationalrat. Foto: imagoimages / Rolf Poss

Anreize zur Arbeit, nicht zur Sozialhilfe

Der Sozialsprecher der ÖVP, Abg. August Wöginger, ist der politische Motor der Aktivpension: steuerliche Entlastung für Weiterarbeit in der Regelpension. Er kontert der FPÖ-Kritik. Der Beschluss im Nationalrat erfolgt am Mittwoch. Foto: Parlament/Sattler-Remling

Wöginger: FPÖ gegen Steuererleichterung für Arbeit bei Pension

Die größte Reform der betrieblichen Altersvorsorge ermöglicht eine Zusatzrente für den Ruhestand. Foto: Pixabay / Manuel Alvarez

Reform bringt neue Chancen auf Zusatzpension

Das Arbeiten über das Pensionsantrittsalter hinaus wird durch die Aktivpension finanziell deutlich attraktiver, kündigte ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger an. Foto: iStock/c-George

Arbeiten in Pension wird attraktiver

Joachim Schnabel, Verkehrssprecher der ÖVP, nennt die Kriterien für die ÖBB-Reform. Ein Gesetzesentwurf liegt vor, die Koalition beginnt Verhandlungen. Ebenfalls gestartet sind die Testfahrten des neuen italienischen Hochgeschwindigkeitszuges Frecciarossa in Tirol und auf der Weststrecke. Foto: Italotreno

Nagelprobe für ÖBB-Reform: Wettbewerb und Nahverkehr