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Drei Milliarden für die Landwirtschaft: Strasser sieht Agrarbudget als Stabilitätsanker
Bauernbund-Präsident und ÖVP-Landwirtschaftssprecher NR Georg Strasser hat in der Nationalratsdebatte zum Agrarbudget die Absicherung der zentralen Mittel für die Landwirtschaft hervorgehoben. Schwierige Marktverhältnisse, hohe Betriebsmittelkosten und zunehmende Wetterkapriolen setzten viele Höfe unter Druck. Gerade deshalb benötigen die Betriebe Stabilität. Trotz des Konsolidierungskurses bleiben die Gelder für die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern gesichert.
GAP, ÖPUL, Direktzahlungen
Im Doppelbudget 2027/28 stehen drei Milliarden Euro an GAP-Mitteln für die Landwirtschaft zur Verfügung. Direktzahlungen, ÖPUL, Ausgleichszulage, Bio-Mittel sowie Investitions- und Jungübernehmerförderung bleiben erhalten. Zusätzlich sind 100 Millionen Euro für die Agrardieselrückvergütung vorgesehen, deren erste Auszahlung bereits im Dezember 2026 erfolgt.
Strasser: Bauern sichern „zentrale Leistungen“ ab
„Die Zeiten sind herausfordernd und unsere Betriebe stehen unter Druck“, so Strasser. Gleichzeitig verfüge Österreich „über starke Grundlagen“: Die Bäuerinnen und Bauern seien bestens ausgebildet, produzierten Lebensmittel höchster Qualität und sicherten Tag für Tag die Versorgung. Mit dem Budget sichere man „zentrale Leistungen ab“ und gebe den Familienbetrieben „die notwendige Stabilität, um ihre Höfe weiterzuentwickeln“.
Fünf Stärken der Landwirtschaft
Den Blick richtete der Bauernbund-Präsident bewusst auf die Stärken der heimischen Betriebe. Erstens bringe Österreich mehr öffentliche Mittel auf die Höfe als andere Länder: Ein durchschnittlicher Betrieb erhalte rund 80 Prozent mehr für seine Leistungen als ein vergleichbarer Betrieb in Deutschland – wesentlich getragen von ÖPUL und der Ausgleichszulage für benachteiligte Regionen. Zweitens schaffe die bäuerliche Sozialversicherung Stabilität, indem sie auf die Anforderungen familiengeführter Betriebe ausgerichtet sei und Höfe über Generationen absichere.
Drittens schaffe das AMA-Gütesiegel Vertrauen: Als bekanntestes staatlich anerkanntes Gütezeichen stehe es für nachvollziehbare Herkunft, geprüfte Qualität und klare Produktionsstandards. Viertens brächten starke Vermarktungsstrukturen – Verbände, Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften – die bäuerliche Qualität erfolgreich auf den Markt und stärkten die Position der Betriebe in der Wertschöpfungskette. Fünftens verfüge Österreich über „die jüngste Landwirtschaft Europas“: Junge Hofübernehmer verbänden Tradition mit moderner Technik und unternehmerischem Denken.
„Wir haben starke Familienbetriebe, bewährte Systeme, hochwertige Produkte und eine junge Generation, die anpackt“, so Strasser abschließend. Nun gehe es darum, diese Stärken konsequent zu nutzen. Die Herausforderungen würden nicht kleiner, „aber wir haben alles, was es braucht, um sie zu bewältigen“.
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