Krawall-Kickl verliert Rückhalt in eigenen Reihen

Foto: Florian Schrötter
Foto: Florian Schrötter

Die Entwicklungen in der FPÖ sind besorgniserregend: Herbert Kickl tritt bei Aufmärschen von Ultrarechten und Verschwörungstheoretikern auf. Dort hetzt er gemeinsam mit rechts-außen AfDlern aus Deutschland gegen die Corona-Maßnahmen der österreichischen Regierung. Zu Recht wird immer häufiger Kickls Rücktritt gefordert. Nun zeigt sich: Es wird eng für den Noch-Klubobmann. Kritik und Widerstand gegen Kickl kommt auch aus den eigenen Reihen.

 

Blauer Widerstand

Ex-Innenminister Herbert Kickl redet an den Menschen vorbei. Seine Auftritte sind zu radikal und einseitig. Das befindet auch der FPÖ-Bürgermeister Franz Pirolt aus Kickls Heimat Kärnten gegenüber der Kleinen Zeitung.

Sein Bürgermeister-Kollege aus Fresach, Gerhard Altziebler, legt nach und bringt die Kritik an Krawall-Kickl auf den Punkt: Es könne nicht das Ziel sein, dass Kickl nur noch für eine Fünf-Prozent-Randgruppe Politik macht.

Auch der erste FP-Landesparteichef – Gernot Darmann aus Kärnten – distanziert sich von Kickls Stil und plädiert für mehr Fach- und Sachlichkeit.

Diese Entwicklung zeigt, dass der Widerstand gegen Kickl auch in den eigenen Reihen weiter wächst. Bereits im Jänner hat sich mit dem Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl ein prominenter Vertreter gegen die „Fundamentalopposition“ der blauen Bundespartei positioniert.

 

Testen & Impfen

Kickls radikale Stimmungsmache gegen die Maßnahmen der Bundesregierung verläuft ins Leere. Das zeigen aktuelle Recherchen der Krone aus Oberösterreich. So wird auch in ehemals blauen Hochburgen fleißig getestet: Im Bezirk Braunau werden aktuell 14.500 Corona-Tests pro Woche durchgeführt, im Bezirk Perg sind es 8500 und in Wels-Stadt sogar 21.700. Das zeigt, dass hohes Interesse und hohe Bereitschaft zum Testen und impfen besteht – selbst in FPÖ-Hochburgen. Bürger und Wähler lassen sich also nicht durch Kickl von Tests oder Impfungen abhalten.