Wer profitiert von den Entlastungen?

Die Förderungen gegen die Teuerung betragen insgesamt rund 4 Mrd. Euro erklärte Finanzminister Magnus Brunner. Foto: BKA / Andy Wenzel
Die Förderungen gegen die Teuerung betragen insgesamt rund 4 Mrd. Euro erklärte Finanzminister Magnus Brunner. Foto: BKA / Andy Wenzel

Zusätzlich zu dem Anti-Teuerungs-Paket bringt die Regierung ein weiteres Entlastungspaket für die Menschen auf den Weg, Zur-Sache berichtete. Davon profitieren sollen vor allem Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen. Zur-Sache präsentiert einen Überblick und zeigt Beispiele:

 

Rund 1 Prozent des BIPs

Das gesamte Volumen aller Fördermaßnahmen der zwei Anti-Teuerungs-Pakets beträgt rund 4 Mrd. Euro, dies sei rund 1 Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes, sagte Finanzminister Magnus Brunner im Ö1-Mittagsjournal. „Im europäischen Vergleich, sind wir Spitzenreiter was das Volumen und die Geschwindigkeit betrifft“, so Brunner. Mit einer Entlastung von rund 4 Mrd. Euro ist die Entlastung pro Kopf ungefähr zehn Mal so hoch wie der Vergleich mit Deutschland zeigt, Zur-Sache berichtete.

 

Entlastung für Haushalte und KMUs

Besonders treffsicher sollen Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) entlastet werden. Den regionalen Klimabonus zu erhöhen wäre zwar eine einfache Maßnahme, würde jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte 2022 zur Entlastung beitragen. „Die Menschen spüren jetzt die Teuerung und müssen daher auch jetzt entlastet werden“, so der Finanzminister im Ö1-Mittagsjournal. Daher setze die Bundesregierung unter anderem auf eine 50 Prozentige Erhöhung der Pendlerpauschale und eine Vervierfachung des Pendlereuros und Entlastungen für inländische KMUs mit hohem Treibstoffaufwand, insbesondere im Bereich Handwerk, beides befristet bis 30.06.2023.

 

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Wer profitiert wie von der Pendlerpauschale und dem Pendlereuro?

Besonders Haushalte sollen entlastet werden. Als Beispiel führt das Bundesministerium für Finanzen (BMF) eine Familie mit einem Pendler (ungefähr 50 km) aus dem Mühlviertel an. Die zusätzliche Entlastung bis 30. Juni 2023 beläuft sich ungefähr auf 900 Euro. Gemeinsam mit der Steuerreform und dem ersten Entlastungspaket wird diese Familie 2022 in Summe um fast 3.000 Euro entlastet.

Ein weiteres Beispiel des BMF ist ein Hotel mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dieses erhielte von den Maßnahmen der Bundesregierung mit rund 20.000 Euro.

Bei einem Monatlichen Bruttoeinkommen von 2.800 Euro und einer „großen Pendlerpauschale“ (Pendelweg 50 km) wird der Haushalt nochmal um 908 Euro entlastet, rechnet das Bundesministerium für Finanzen vor. Bei einer „kleinen Pendlerpauschale“ (Pendelweg 30 km) und einem Bruttoeinkommen von 1.000 Euro wird der Haushalt um weitere 100 Euro entlastet.

Das Volumen der Entlastung durch die Erhöhung der Pendlerpauschale und Pendlereuro beträgt insgesamt rund 400 Mio. Euro.