Wegen eines Mangels an Blutkonserven rufen das Rote Kreuz und die Bundesregierung auf, Blut zu spenden. Foto: Günther Richter, pixelio.de

Mit dem dringlichen Aufruf, Blut zu spenden, wenden sich Bundeskanzler Karl Nehammer und Vizekanzler Werner Kogler an die Öffentlichkeit. Sie unterstützen damit das Rote Kreuz, das vor einem Mangel an Blutkonserven warnt. Spender-Infos unter: https://www.roteskreuz.at/ich-will[1]helfen/ich-will-blutspenden

Jeden Tag retten Blutspenderinnen und Blutspender das Leben jener, die auf Blutspenden angewiesen sind. Etwa alle 90 Sekunden wird eine Konserve in Anspruch genommen. Aktuell bewegt sich Österreich jedoch aufgrund niedriger Blutlagerstände auf einen Blutnotstand zu. Umso dringender braucht es nun Freiwillige, die sich für eine Blutspende zur Verfügung stellen. Die Bundesregierung ruft die Bevölkerung daher dringend zum Blutspenden auf.

Das Österreichische Rote Kreuz bietet hierfür sowohl online als auch telefonisch niederschwellige Angebote zur Anmeldung.

Unter http://www.roteskreuz.at/ich-will[1]helfen/ich-will-blutspenden kann man bequem nachschauen, wo der nächstgelegene Blutspendetermin angeboten wird.

Bundeskanzler Karl Nehammer betont: „Die Situation ist dramatisch, in unseren Spitälern gehen die Blutkonserven zur Neige. Ich bitte eindringlich darum: Nehmen Sie sich die Zeit, gehen Sie Blutspenden und retten Sie damit das Leben eines Mitmenschen. Schauen wir aufeinander und helfen wir einander. Das macht unser Land stark.“

Vizekanzler Werner Kogler: „Blut spenden rettet Leben. Jetzt sind wir alle gefordert: Alle, die können, möchten wir aufrufen, ihre Blutspende dem Österreichischen Roten Kreuz zur Verfügung zu stellen. Das beweist Zusammenhalt und bedeutet vor allem für Kranke und Verletzte viel.“

 

Warum fehlen Blutkonserven?

Das Rote Kreuz erläutert auf seiner Homepage, weswegen Blutspenden benötigt werden: „Die Covid-19-Pandemie hat viele Menschen krankheitsbedingt vom Blutspenden abgehalten. Hinzu kommen auch noch geplante Urlaube sowie Freizeitaktivitäten. Zusätzlich haben die Krankenhäuser aber auch wieder einen vermehrten Bedarf an Blutkonserven, da verschobene, nicht zeitkritische Operationen nachgeholt werden. Das hat zur Folge, dass – anders als in der Vergangenheit – nicht die notwendigen Reserven aufgebaut werden konnten, um gut durch den Sommer zu kommen.“

Der Präsident des Roten Kreuzes, Gerald Schöpfer erklärt dazu, jeden Sommer sei erfahrungsgemäß ein starker Rückgang an Spender:innen zu beobachten. Schöpfer appelliert daher: „Wir sind auf die Unterstützung jeder und jedes Einzelnen angewiesen und rufen Menschen aller Blutgruppen auf, zur Blutspende zu kommen und uns zu helfen, unsere Lagerstände vor dem Sommer auf ein sicheres Niveau zu bringen.“.