"Ich freue mich, dass so viele talentierte Menschen aus unserem Land an dieser Challenge teilnehmen und damit einen wichtigen Beitrag im Bereich Cybersicherheit leisten", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Foto: Bundesheer / Carina Karlovits / BKA / Dragan Tatic

Die Austria Cyber Security Challenge (ACSC) wurde mit dem Ziel gegründet, junge Talente im Bereich der Cybersicherheit zu erkennen und zu fördern. Pandemiebedingt wurde das Doppelfinale des Wettkampfs 2020 und 2021 erst kürzlich in der Konzernzentrale der A1 Telekom Austria nachgeholt und gleichzeitig das 10-jährige Jubiläum gefeiert.

 

Talente erkennen und fördern

Die Austria Cyber Security Challenge (ACSC) ist Österreichs größter „Hacker-Wettbewerb“ – bei dem junge Talente aber auch erfahrenen IT Security Spezialisten ihre Fähigkeiten und ihr Können unter Beweis stellen.

Beim Doppelfinale am Freitag galt es, in 8 Stunden 17 verschiedene Aufgaben zu lösen, die neben fachlicher Qualifikation auch Kreativität und Ausdauer erforderten. Dazu gehören „klassische“ Hackeraufgaben, also etwa: das Knacken von Kopierschutz-Maßnahmen, das Einschleichen in Webshops und das Hacken von Hardware-Komponenten, um Zugang zu Passwörtern zu erlangen. Zudem mussten verschlüsselte Dateien entschlüsselt und deren Inhalt ausgelesen werden. Je schwieriger die Aufgabe zudem zu bewältigen war, desto mehr Punkte waren für die Teams zu erringen.

 

 

Bundesheer unterstützt Talentsuche

Das Bundesheer ist ein Partner dieser Initiative: „Die Austrian Cyber Security Challenge ist Österreichs erste IT Security Talentsuche zur Rekrutierung junger und qualifizierter Leute. Ich freue mich, dass so viele talentierte Menschen aus unserem Land an dieser Challenge teilnehmen und damit einen wichtigen Beitrag im Bereich Cybersicherheit leisten“, erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in einer Aussendung. Das Bundesheer suche laufend Talente im Bereich der Cybersicherheit.

Die Cybersicherheit erlangt seit Jahren national und international eine immer größere Bedeutung, heißt es seitens des Verteidigungsministeriums. Der erste Wettkampf fand bereits 2012 im Rahmen der IKT-Sicherheitskonferenz in Pamhagen statt. Ziel der Challenge war es seither, Talente in diesem Bereich frühzeitig zu erkennen, zu fördern und diesen den Zugang und Kontakt zu den einschlägigen Behörden in Österreich zu ermöglichen. So finden sich auch einige ehemalige Teilnehmer heute in den Reihen des Personals im Verteidigungsministerium.

 

Die Besten der Besten

Im Doppelfinale der ACSC traten 68 Finalisten – die besten Schüler, Studenten und Security-Spezialisten Österreichs – im Kampf um die Medaillen und Top-Platzierungen am 1. April 2022 gegeneinander an. Zuvor mussten sie sich in den Qualifikationen gegen 500 Mitstreiter durchsetzen.

Der Wettkampf verlangt den Teilnehmern alles ab. Foto: Bundesheer / Carina Karlovits

Der Wettkampf verlangt den Teilnehmern alles ab. Foto: Bundesheer / Carina Karlovits

 

Aus dem Jahrgang 2020 gingen in der Kategorie der Schüler Daniel Rogic, Florian Kirchner, Felix Hromatko, Simon Possegger und Simon Thamer siegreich hervor.

Bei den Studenten konnten sich Hassan Mohamad, Kristoffer Dorfmayr, Manuel Reinsperger, Lukas Rysavy und Michael Wedl gegen ihre Mitstreiter durchsetzen.

Im Jahrgang 2021 waren in der Kategorie der Schüler schließlich Christof Tantscher, Philip Graf, Adrian Berner, Georg Felber und Michael Gail erfolgreich.

Unter den Studenten waren es Andreas Himmler, Stefan Stoeger, Felix Roithmayr, Thomas Wulz und Florentin Aigner.

In der offenen Klasse gingen Daniel Sternig, Christian Mehlmauer und Martin Peck siegreich aus dem Wettkampf hervor.

Die Finalisten der ACSC 2020 und 2021. Foto: Bundesheer / Carina Karlovits

Die Finalisten der ACSC 2020 und 2021. Foto: Bundesheer / Carina Karlovits

 

Österreichisches Erfolgsmodell

Die Austria Cyber Security Challenge ist ein Erfolgsmodell. So stieg die Teilnehmerzahl über die Jahre von anfänglich 150 auf über 500 an. Bereits 2014 nahmen auch Schüler und Studenten aus Deutschland und der Schweiz am Wettkampf teil. So wurde der Grundstein für die European Cyber Security Challenge der Europäischen Agentur für Netzwerksicherheit (ENISA) hier in Österreich gelegt.

Seit 2015 findet die European Cyber Security Challenge unter der Schirmherrschaft der ENISA statt. Im September 2022 richtet Österreich erstmals das Finale der ECSC im Rahmen der IKT-Sicherheitskonferenz 2022 im Messe Wien Exhibition & Congress Center aus. Bis einschließlich 2021 haben 5.131 Hackerinnen und Hacker an diesem Wettbewerb teilgenommen.

"Ich freue mich, dass so viele talentierte Menschen aus unserem Land an dieser Challenge teilnehmen und damit einen wichtigen Beitrag im Bereich Cybersicherheit leisten", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Foto: Bundesheer / Carina Karlovits / BKA / Dragan Tatic
"Ich freue mich, dass so viele talentierte Menschen aus unserem Land an dieser Challenge teilnehmen und damit einen wichtigen Beitrag im Bereich Cybersicherheit leisten", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Foto: Bundesheer / Carina Karlovits / BKA / Dragan Tatic

Berichte