Bundeskanzler lädt zu einem Runden Tisch – Energie und Teuerung im Fokus

Bundeskanzler Karl Nehammer lädt aufgrund der steigenden Energiepreise erneut zu einem Gipfel ins Bundeskanzleramt. Foto: BKA / Dragan Tatic
Bundeskanzler Karl Nehammer lädt aufgrund der steigenden Energiepreise erneut zu einem Gipfel ins Bundeskanzleramt. Foto: BKA / Dragan Tatic

Die steigenden Energie und Gaspreise bereiten vielen Menschen große Sorgen. Daher hat Bundeskanzler Karl Nehammer erneut zu einem Gipfel ins Bundeskanzleramt in Wien eingeladen, um den steigenden Kosten mit zielgerichteten Maßnahmen entgegen zu wirken. Der Energiegipfel wird am Sonntag abgehalten.

 

Erstes Anti-Teuerungspaket

Bereits im Jänner diesen Jahres lud Bundeskanzler Karl Nehammer zu einem Anti-Teuerungsgipfel in das Bundeskanzleramt in Wien, Zur-Sache berichtete. Dabei wude ein Anti-Teuerungs-Paket geschnürt, von dem Menschen mit geringem Einkommen mit bis zu 800 Euro im Jahr profitieren.

Dieses Paket hat ein Gesamtvolumen von rund 1,7 Mrd. Euro. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Aussetzung der Ökostrompauschale und des Ökostromförderbeitrags, ein Teuerungsausgleich für besonders vulnerable Gruppen und ein Energiekostenausgleich. Das gesamte Paket wurde vom Bundeskanzler bereits vorgestellt, Zur-Sache berichtete ebenfalls.

 

Krieg verschärft Anstieg der Preise

Aufgrund der dramatischen Situation in der Ukraine und den damit einhergehenden Lieferengpässen, beriet sich die Bundesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft um sich über die Folgen der Krise zu beraten. Nun lädt Bundeskanzler Karl Nehammer ein weiteres Mal ins Bundeskanzleramt nach Wien um sich über konkrete Maßnahmen gegen die Teuerung zu beraten.

Der Krieg in der Ukraine verstärkt die international bereits seit Jahreswechsel voranschreitende Teuerung. Der Konflikt bringt auch erhebliche Verunsicherungen bei den Öl- und Gaslieferungen mit sich und treibt so die Preise für Energie in die Höhe. Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat erste Empfehlungen vorgelegt, wie dieser Entwicklung begegnet werden kann.

 

Energie und Wirtschaftsforschung vertreten

Um Lösungsansätze zum Abfedern des starken Anstiegs der Preise für Energie zu diskutieren lädt die Bundesregierung Wirtschaftsforscher/innen und Vertreter/innen der Energiewirtschaft am Sonntag, 13. März 2022 um 14:00 Uhr zu einem Runden Tisch ins Bundeskanzleramt ein.

Teilnehmer/innen sind:

  • Bundeskanzler Karl Nehammer
  • Vizekanzler Werner Kogler
  • Finanzminister Magnus Brunner
  • Energieministerin Leonore Gewessler
  • Prof. Gabriel Felbermayr (WIFO)
  • Mag. Bernhard Painz (AGGM)
  • DDr. Werner Steinecker (Energie AG)
  • Alfred Stern (OMV)
  • Mag. Michael Strugl (Verbund)
  • Mag. Werner Szyszkowitz (EVN)
  • Dr. Wolfgang Urbantschitsch (E-Control)
  • DI Peter Weinelt (Wr. Stadtwerke)

 

Nehammer drängt auf rasches Handeln

Zur Einladung zu einem Runden Tisch meinte Bundeskanzler Karl Nehammer: „Wir müssen rasch handeln, um die steigenden Energiekosten abzufedern, die sich durch den Krieg in der Ukraine erneut erhöht haben und den Menschen zu schaffen machen. Dafür wird es weitere finanzielle Unterstützung brauchen.“

 

Wie geht es weiter?

Zum Fahrplan meint Nehammer: „Bereits Anfang des Jahres haben wir ein Paket gegen die Teuerung geschnürt, das insbesondere Menschen mit geringem Einkommen entlastet. Es liegen nun viele verschiedene Vorschläge am Tisch, diese wollen wir mit Wirtschaftsexperten und Energieunternehmen diskutieren und prüfen. Wir brauchen diese Diskussion und den Faktencheck, um darauf mögliche Gegenmaßnahmen zu entwickeln. In einem nächsten Schritt werden wir dann auf politischer Ebene beraten, welche Maßnahmen es sein können, mit denen wir die Teuerung wirksam bekämpfen.“