Girls‘ Day macht Mut zu technischen Berufen

Die Förderung von Mädchen und Frauen für Technik und Naturwissenschaft soll früh spielerisch einsetzen: Frauenministerin Susanne Raab lud mit Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm und Justizministerin Alma Zadic anlässlich des Girl's Day in das Kanzleramt. Foto: Christopher Dunker
Die Förderung von Mädchen und Frauen für Technik und Naturwissenschaft soll früh spielerisch einsetzen: Frauenministerin Susanne Raab lud mit Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm und Justizministerin Alma Zadic anlässlich des Girl's Day in das Kanzleramt. Foto: Christopher Dunker

Frauenministerin Susanne Raab und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm haben beim heurigen Girls‘ Day ins Bundeskanzleramt geladen. Der Tag stand unter dem Motto „Robotik und Technik“. Anhand von Workshops erhielten die Schülerinnen einen Einblick in die Welt der Naturwissenschaften und der Technik.  Und diese Woche startete eine neue Offensive, um Frauen in IT-Berufen zu fördern. Zwei Millionen Euro warten auf Projekte.

Susanne Raab führt mit den Schülerinnen in Workshops Experimente durch. Foto: Christopher Dunker

Susanne Raab führt mit den Schülerinnen Experimente durch. Foto: Christopher Dunker

Der Girls‘ Day wird in Österreich in einigen Bundesländern bereits seit 2001 veranstaltet, zugleich halten einige Städte und Wirtschaftskammern einen Töchtertag ab. Diese Initiativen sollen Mädchen und junge Frauen bei der späteren Berufswahl dahingehend unterstützen, dass ihnen die Breite an Ausbildungen und Berufstätigkeiten bekannt wird. Der Fokus des Girl’s Day liegt darauf, mehr Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Dies wird auch durch MINT-Kindergärten und MINT-Schulen gefördert, die Mädchen für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik interessieren sollen (siehe ganz unten).

 

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Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm motiviert junge Frauen den Schritt in einen technischen Beruf zu wagen. Foto: Christopher Dunker

Schülerinnen im Alter von neun bis vierzehn Jahren hatten zugleich die Möglichkeit, Politikerinnen hautnah kennenzulernen – und einen Einblick in die Welt der Naturwissenschaften zu ergattern. Der Girls‘ Day 2022 stehe ganz im Zeichen der Robotik, so Susanne Raab bei der Eröffnung. Das Ziel ist es langfristig mehr Mädchen für Berufe im MINT-Bereich zu begeistern.

 

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Am 28. April 2022 fand der Girlsday im Bundeskanzleramt statt. Im Bild Bundesministerin Susanne Raab, Staatssekretärin Claudia Plakolm und Bundesministerin Alma Zadic. Foto: Christopher Dunker

Unterstützt haben den diesjährigen Girls Day die Studentinnen der Technischen Universität Wien. Anhand von Workshops und Stationen boten sie den Schülerinnen die Möglichkeit, komplizierte technische Vorgangsweisen spielerisch zu lernen. Besonders faszinierend fanden es die Schülerinnen, jeweils einen Roboter zu designen und zu steuern. Vor dem Bundeskanzleramt präsentierte ein Technikbus weitere technische Experimente. Ein Quiz zum Abschluss festigte das erlernte Wissen.

„Wir brauchen ganz viele tolle Frauen, die unsere Zukunft gestalten, und das seid ihr“, so Frauenministerin Raab zu den Schülerinnen, die in das Bundeskanzleramt gekommen waren – stellvertretend für alle interessierten Mädchen.

 

Zwei Millionen Euro IT-Offensive für Mädchen

Bereits zum Wochenbeginn hatte Frauenministerin Raab eine neue Offensive zur Stärkung von Mädchen und Frauen in der digitalen Welt gestartet: Seit 25. April können bis zum 20. Juni Projekte eingereicht werden, die die Ausbildung von Mädchen und Frauen in IT-Berufen stärken.

Es geht um Ausbildungen und Berufe mit Fokus auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Damit sollen die Ausbildungswege für Mädchen und Frauen vielfältiger, ihre beruflichen Positionen in der digitalen Welt gestärkt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlung von Skills zum Schutz vor den spezifischen Gefahren im Internet, etwa Cyberstalking.

Susanne Raab dazu: „Mädchen und junge Frauen sollen die Chancen der voranschreitenden Digitalisierung genauso voll nutzen können wie Burschen und Männer.“