Europa- & Aussenpolitik

Deutsche Medien staunen über österreichische Asylbremse

Die deutsche Bild-Zeitung befasst sich in einem Beitrag mit den rückläufigen Asylzahlen in Österreich und fragt sich, wieso das Deutschland nicht hinbekommt. Foto: Screenshot Zur-Sache/Bild.de

Staunend blickt Deutschland über die Grenze nach Österreich und fragt sich, warum es der kleinen Alpenrepublik gelingt, die Asylzahlen zu senken.

„Warum kriegen wir das nicht hin?“ stellt die deutsche Bild-Zeitung auf ihrem Online-Portal die Frage. „2022 gab es noch eine Verdreifachung der Asylanträge in Österreich (108 490 Stück) – damit hatte das Nachbarland den größten Asyl-Anstieg in der EU zu verzeichnen. Um zu verhindern, dass sich das 2023 wiederholt, hat Österreich harte Maßnahmen ergriffen“, schreibt die Zeitung und listet in weiterer Folge auf, was Österreich unternommen hat, um den Zustrom zu reduzieren.

 

Deutsche Polizeigewerkschaft mit Lob

Lob für Österreich kommt auch vom Chef der deutschen Bundespolizeigewerkschaft Heiko Teggatz zu den Grenzkontrollen, die ein Mitgrund für die bessere Asylentwicklung in Österreich sei. „Die Verlängerung der Grenzkontrollen von Österreich nach Slowenien und Ungarn scheinen aus österreichischer Sicht von Erfolg gekrönt zu sein. Ein Rückgang der Migrationszahlen nach Österreich untermauert die Strategie der Österreicher“, so Teggatz gegenüber bild.de.

 

Erfolgsmodell Asylbremse

„Einmal mehr bestätigt sich: Die Asylbremse wirkt! Obwohl die Europäische Union als Gesamtes einen Anstieg der Asylzahlen von etwa 34 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres verzeichnet, darf sich Österreich über einen Rückgang von einem Drittel freuen“, sagt dazu ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker.

Dieser Rückgang ist eindeutig das Ergebnis der konsequenten Asylpolitik von Bundeskanzler Karl Nehammer und Innenminister Gerhard Karner. „Dieser Erfolg hat Vorbildwirkung für die gesamte Europäische Union,“ sagt Stocker zum Bericht der deutschen Bild-Zeitung und meint, dass sich die Ampelkoalition in Berlin, viel vom „österreichischen Erfolgsmodell der Asylbremse“ abschauen könne.