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Kriminalstatistik: Delikte und Aufklärung nahmen zu

Die Kriminalstatistik 2023 weist einen Zuwachs von 8 Prozent an Delikten aus. Genauso hoch war auch die Zunahme der aufgeklärten Fälle. Foto: istock/AndreyPopov

Am Montag wurde von Innenminister Gerhard Karner die Kriminalstatistik für das Jahr 2023 präsentiert. Die Delikte nahmen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent zu. Ebenfalls um mehr als acht Prozent ist allerdings auch die Zahl der geklärten Fälle gestiegen.

 

Delikte im Internet mit Zuwachs

Ein Anstieg von Eigentumsdelikten wie Einbrüchen, Internet- so wie Wirtschaftskriminalität haben dazu geführt, dass die Kriminalität in Österreich im vergangenen Jahr leicht angestiegen ist. Auffällig ist vor allem, dass die Internetkriminalität zunimmt und bereits 12,5 Prozent aller Delikte im Netz stattfinden. (Zur-Sache berichtete)

Dieser Trend würde sich laut Innenminister Gerhard Karner fortsetzen. Die 34.069 Delikte im Bereich der Internetkriminalität verteilen auf 17.154 Anzeigen mit betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauch, 3.891 Fälle von Erpressung und 2.245 Delikte von bildlicher Darstellung von Kindesmissbrauch bzw. sexualbezogene Darstellungen von Minderjährigen.

 

Die Kriminalstatistik im Überblick

  • Insgesamt gab im Jahr 2023 528.010 polizeiliche Anzeigen
  • 162.242 Eigentumsdelikte
  • 103.330 Delikte von Wirtschaftskriminalität
  • 85.374 Gewaltdelikte
  • 65.864 Fälle von Internetkriminalität
  • 40.333 Anzeigen zu organisierter Kriminalität

Jeder zweite Fall wird aufgeklärt

Die Polizeibehörden konnten laut Kriminalstatistik 2023 auch mehr Fälle aufklären als 2022. Insgesamt wurden 276.043 Anzeigen aufgeklärt, das entspricht einen Zuwachs von 8,2 Prozent und einen Gesamtaufklärungsquote von 52 Prozent. Um ganze zehn Prozent zugenommen hat die Identifizierung der Tatverdächtigen. 2023 konnten 329.991 mutmaßliche Täter bzw. Täterinnen von den Ermittlern ausgeforscht werden. 55 Prozent davon waren Österreicher. 45 Prozent kamen aus anderen Ländern, wie am Montag in einer Pressekonferenz im Innenministerium bekanntgegeben wurde.

 

Schlepper machen „Bogen um Österreich“

Zurückgegangen ist hingegen die Schlepperkriminalität. Begründet wird dies mit einer Reihe von Vorkehrungen, insbesondere an den Grenzen zu Ungarn und der Slowakei. „Die Schlepper machen einen Bogen um Österreich“, kommentierte Karner diese Entwicklung.